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Weihnachtsgrüße

Liebe Leserin, lieber Leser,

kurz vor Weihnachten blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das für viele sicherlich im Zeichen des Bürgerkriegs in Syrien und der damit zusammenhängenden Flüchtlingssituation gestanden hat. Die globalen Ereignisse bemerken auch wir in Meldorf. Trotz aller Mühen angesichts der großen Herausforderungen, auf die niemand so richtig vorbereitet war, haben eine unendlich große Anzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, der Verwaltung und der Politik dazu beigetragen, dass viele Flüchtlinge in Schleswig-Holstein und in Meldorf ein neues Leben in Sicherheit und Frieden beginnen konnten. Ganz besonders sei an dieser Stelle an all die Menschen in Meldorf erinnert, die sich im Runden Tisch für Integration, der Diakonie, bei TuRa Meldorf und anderen Einrichtungen oder ganz privat für die neuen Nachbarn eingesetzt haben.
Kurz vor dem Weihnachtsfest dürfen wir uns gerne daran erinnern, dass auch das Leben von Jesus und seiner Familie laut den Berichten in den Evangelien mit einer Flucht vor der staatlichen Verfolgung des Königs Herodes begonnen hat. Erst nach dessen Tod war der Familie von Jesus eine Rückkehr in die Heimat vergönnt. Die oft beschworenen Wurzeln unserer abendländischen Kultur gründen auch in dem Bewusstsein, dass Solidarität, Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft zentrale Bestandteile dieser Kultur sind. So heißt es im Matthäus-Evangelium: Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25,35-40)
So verstehe ich die Weihnachtsbotschaft in diesem Jahr auf eine ganz besondere Weise neu.
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Ihr Michael Wolpmann