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Landtagsabgeordnete Birte Pauls informiert über die Pflegereform

Auf Einladung der AG 60plus war die SPD-Landtagsabgeordnete Birte Pauls nach Meldorf gekommen,um über die neue Pflegereform zu sprechen. Mit viel Engagement erklärte die Politikerin dieses umfassende Gesetzes, das in mehreren Abschnitten durchgeführt wird.

Foto: Birte Pauls


Diese Reform war notwendig, um den Anforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden. Aufgabe der Politik war und ist es, die nötigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Berechnungen haben ergeben, dass im Jahr 2020 in Deutschland rd. 152.000 Pflegefachkräfte fehlen werden.
Hier gilt es an vielen Stellschrauben zu drehen. Nicht zuletzt muss auch das Berufsbild attraktiver gemacht werden. Erfreulich ist, dass die Kieler Landesregierung ihr Versprechen umgesetzt hat, und die Ausbildung zum/r Altenpfleger/in in Schleswig Holstein jetzt kostenfrei ist.
Die Referentin wusste - als gelernte Krankenschwester- sehr genau, wovon sie sprach. Sie ging in ihrem Vortrag sehr ausführlich auf die verschiedenen Teile des Gesetzes ein.
Nach wie vor findet der größte Teil der ambulanten Pflege in der Familie statt. Hier galt und gilt es Erleichterungen zu verschaffen. Birte Pauls erklärte ausführlich, welche Hilfsmittel es für pflegende Familienangehörigen gibt, wie z.B. die "Verhinderungspflege“ oder die berufliche Freistellung für drei Monate, zinslose Darlehen oder Kündigungsschutz für Pflegenden. Diese ambulanten Hilfen gab es zum Teil schon früher. Sie sind im „Familienpflegezeitgesetz“ festgelegt, welches aber modifiziert wurde.

Foto: Birte Pauls

Zentral ist die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der nicht nach Pflegestufen sondern ab 2016 nach Pflegegraden unterscheidet. Die neue Form der Begutachtung und die Umstellung der Leistungsbeträge aus der Pflegeversicherung sollen zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.
Es ist als große Errungenschaft anzusehen, dass man von der „Minutenpflege“ weggegangen ist. Bisher waren nur Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgungkriterien bei der Einordnung der Pflegeberufe relevant. Damit wurde man den dement Erkrankten nicht gerecht. Für jeden Bereich werden jetzt, je nach Grad der Beeinträchtigung, Punkte vergeben und am Ende zusammengerechnet. Die Gesamtpunktzahl entscheidet über den zu vergebenen Pflegegrad. Wichtig dabei ist eine Herunterstufung auf weniger Leistung als bisher bezogen, ist nicht möglich. Bestehende Pflegestufen werden in gleichwertige Pflegegrade umgewandelt.
Aletta Thies, die Kreisvorsitzender AG 60+ bedauerte in ihrem Schlusswort, dass nur so wenig Zuhörer/innen den Weg in die „Linde“ gefunden hatten, denn:“ Pflege ist nicht eine Frage des Alters“. Für alle Anwesenden war es ein ausgesprochen informativer Abend. Wichtig war auch der Hinweis, dass man bei bestehenden Fragen sich telefonisch beim Pflegestützpunkt in Heide unter der Tel.-Nr. 0481/7851112 informieren kann.


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Autor: Aletta Thies -- 09.04.2016



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